Kinderwagen Set 4in1 - inclusive ISOFIX

21.11.2017 09:39

Isofix Isofix ist ein Befestigungssystem, was besonders sicher und einfach zu bedienen ist. Es wurde für Kindersitze in Autos, bei dem eine starre Verbindung zwischen Karosserie und Kindersitz hergestellt wird erfunden.

Das System ist nach der Norm ISO 13216 standardisiert und hat auch von dieser Norm seinen Namen bekommen. Unterschieden wird bei Isofix-Systemen in „fahrzeugspezifische Zulassung“ und „Universal-Zulassung“. Bei der fahrzeugspezifischen Zulassung muss geprüft werden, ob der betreffende Sitz für das betreffende Fahrzeug zugelassen ist. Sitz- und Fahrzeughersteller veröffentlichen dazu entsprechende Listen. Eine Orientierungshilfe bieten „Isofix-Listen“ der Unfallforschung der Versicherer (UDV), die darüber informieren, welche Fahrzeugtypen auf welchen Sitzplätzen über Isofix-Befestigungen verfügen und welche Isofix-Kindersitze dafür zur Verfügung stehen.

Geschichte

Der Standart wurde zum ersten mal 1990 durch die International Organization for Standardization definierte und zwar war es damals unter der Nummer ISO 13216 (Isofix-Halterung) erstmals bekannt. Dieses System gab es für drei Gruppen 0, 0+ und 1 frei. Bereits 1995 kündigte Ford an, in Zukunft seine Fahrzeuge mit Isofix-Halterungen auszustatten. Das Unternehmen wagte diesen Vorstoß, nachdem beim bisherigen Entwicklerkonsortium Stillstand herrschte. Im Oktober 1995 bekam das System seine Zulassung durch die Europäische Kommission und die FIA. Seit der Jahrtausendwende wurde das System nahezu bei allen Fahrzeug- und Kindersitzherstellern eingeführt. Bei einem Kommbikinderwagen 4in1 ist die Isofix Halterung im Preis inbegriffen.

Aufbau

Die Isofix-Verbindung besteht fahrzeugseitig aus zwei Haltebügeln mit einer Stärke von 6 mm, die sich im Abstand von 280 mm im Spalt zwischen Lehnen- und Sitzfläche befinden. Der Kindersitz wird in diese Befestigungen verhakt, also eingeklickt. In Europa sind hierfür ausschließlich starre Befestigungsbügel, sogenannte Rastarme, am Kindersitz erlaubt, die über eine Klickfunktion in den Haltebügel greifen. Das statische System unterscheidet sich vom US-amerikanischen Latch-System (Lower Anchors and Tether for Children) merklich. Der Kindersitz wird mit Hilfe von gespannten Gurtbändern mit den Haltebügeln verbunden. Aufgrund der weichen Gurtbänder wird dieses System auch als „Soft“-Isofix bezeichnet. Um ein ungewünschtes Bewegen sprich Rotation, zu verhindern, muß zusätzlich zur Befestigung an den Haltebügeln der „Universal-Zulassung“ eine zweite Fixierung angebracht sein. Es gibt dazu verschiedene Systeme:

Oberer Haltegurt

Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Gurtband, das über die Sitzlehne geführt wird und mit einem Haken an einem Bügel am Fahrzeug befestigt und danach gespannt wird.

Vorteile

Die Isofix-Kindersitze zeichnen sich durch eine besonders einfache Bedienung aus, weil dadurch das Risiko einer falschen Befestigung minimiert wird. Eine falsche Gurtführung bzw. Anbindung, zählt bei herkömmlichen Kindersitzen zu den häufigsten Ursachen für Unfall-Verletzungen trotz Kindersitz. Demzufolge wird durch die statische Verbindung mit der Karosserie das Risiko eines Nachgebens der Gurte und eines Aufpralls des Kindes bei einem Unfall minimiert. Das ist auch der Grund, warum Kindersitze mit Isofix-Halterung bei Crash-Tests im Allgemeinen besser abschneiden als ansonsten identische Sitze mit konventioneller Gurthalterung. Verkehrssicherheitsexperten sowie Unfallforschern empfehlen daher dieses System. Zusätzlich ist die feste Verankerung auch von Vorteil, wenn man den Sitz leer – also ohne Kind – mitführt. Je nach Hersteller können manche Isofix-Kindersitze auch im herkömmlichen Sinn mit einem Gurt befestigt werden, wenn in einem der genutzten Fahrzeuge keine Isofix-Vorrichtung vorhanden ist.

Nachteile

Isofix-Kindersitze lassen sich meist nur auf den äußeren Plätzen befestigen wobei die Mittelposition grundsätzlich aus Sicherheitsgründen vorzuziehen ist. Teilweise sind keine montagefreundlichen Öffnungen für die Isofix-Haltebügel vorhanden. Das kann durch tiefliegende Haltebügel am Fahrzeug und scharfkantige Verschlüsse am Kindersitz die Gefahr für Schäden an den Sitzbezügen erhöhen. Außerdem sind Kindersitze mit Isofix häufig etwas teurer. Bei günstigen Kinderwagen-Angeboten kann man unter Umständen ein Schnäppchen machen, wenn dieses mit Isofix angeboten wird. Drei Kindersitze auf der Rückband sind nicht oder Naw-Ruz selten möglich, da die Sitze nicht horizontal verschoben werden können.


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